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Mittwoch, 1. Mai 2013


FARBEN...


GELB


Gelbe Quadrate


Auch die Nuancen des Gelb sind vielfältig, wie etwa: Absinthgelb, Altgelb, Bananengelb, Bernsteinfarben, Blassgelb, Blond, Buttergelb, Champagnerfarben, Chromgelb, Currygelb, Curry, Dottergelb, Ecru, Fahlgelb, Flachsgelb, Gelbgrün, Goldgelb, Goyagelb, Hellgelb, Honiggelb, Indischgelb, Knallgelb, Korngelb, Kückengelb, Laubgelb, Lichtgelb, Mailgelb, Messing, Mimosengelb, Neapelgelb, Nikotongelb, Ocker, Olivgelb, Pastellgelb, Postgelb, Primelgelb, Rauchgelb, Rostgelb, Rotgelb, Safrangelb, Schmutzgelb, Schwefelgelb, Senfgelb, Strohgelb, Topasfarben, Urgelb, Uringelb, Vanillegelb, Wachsgelb, Zartgelb, Zitronengelb...

Gelb ist die zwiespältigste aller Farben. Einem strahlenden Gelb mit positivem Ausdruckswert - erinnern wir uns an die Blüten des Raps, des Löwenzahns, der Sonnenblumen usw. - stehen gebrochene, stechende und grelle Gelbtöne gegenüber, die oft einem negativen Beigeschmack in uns erregen. Denken wir an das Zitronengelb, das uns sauer und scharf erscheint. Oder das grünliche Gelb, welches an Fäulnis, Eiter oder das Gift der Reptilien erinnert. 
Das Gelb in seiner Ambivalenz zeigt sich kapriziös und geheimnisvoll, oft missverstanden, glücklich, übermütig, heilig und irrsinnig. Margarethe Bruns spricht vom Gelb als der „Prinzessin“.


gelbes Auto



Gelb wird am häufigsten mit dem Sonnenlicht assoziiert. Andere Assoziationen sind das Licht, Gold, Blume, Grün - als benachbarte Farbe, Sonne, Kleider und Gestirne.

Hierzu ein Haiku von Buson aus dem Buch von Ingrid Riedel.

Der Raps in Blüte
Der Sonnenball im Osten
Und der Mond im Westen“

In dieser Beschreibung einer Morgenstimmung finden wir das leicht ins Grün gehende Gelb des Rapses, das Rotgold des Sonnenaufgangs als auch das blasse Gelb des Mondes am Morgen.



Rapsfelder


Itten meint, dass vor allem die Charakteristik des Gelbs aus der Nuance lebt. Und es gerade beim Gelb so schwierig sei von einem bestimmten Gelb zu sprechen. 

Meist begegnet uns das Gelb in der Natur als leichte und lichte Farbe. Sie ist neben der Farbe des Lichtes, außerdem die Farbe der Liebe und der Freude, wie auch der grenzüberspielenden Verbundenheit. Andererseits ist sie die Farbe der Ausgrenzung, der Geächteten, des Elends, der Freudenmädchen als auch der Kommunikation. Gelb, vor allem in Verbindung mit Schwarz, dient sowohl im Menschen- als auch im Tierreich als Warnfarbe. Diese Kombination warnt uns vor radioaktiven Stoffen als auch vor Gift. Und sie bringt uns Respekt für Biene, Hummel und Wespe. Auch unsere Netzhaut meldet uns bevorzugt das warnende Gelb. Es kann bereits aus dem Augenwinkel deutlich wahrgenommen werden.



Radioaktivität 


Im Tierreich ist das gelbe Fell von Löwe, Giraffe oder Tiger Schutzfarbe für den Wüstensand. Sand, Wüste und Dünen gehören auch ins Assoziationsfeld des Gelbs. Das Gelb steht oft für reifes Korn, Obst und Gemüse. Es steht somit auch für Reife im Gegensatz zu Unreife.
Weitere negative Assoziationen des Gelb sind Neid, Eifersucht, Geiz und Egoismus. Neid und Eifersucht wurzeln im Ärger, in der Galle. Ein Wort, welches zur Wortfamilie des Gelb gehört. Die unentschuldbare Verlogenheit ist ebenfalls gelb.

Den Sonnengöttern Helios, Apoll und Sol war die Farbe Gelb geweiht. Gelb wird oft zum Gold, wenn man an das Schöne, das Wertvolle denkt. Allerdings wird umgekehrt was schön uns kostbar ist, nicht als gelb bezeichnet. In den Fahnen steht das Gelb für das Gold. Durch die Nähe zum Gold wird das Gelb zu einer Farbe des Luxus und Reichtums.


Mark Rothko, "ohne Titel"

Was ihre psychische Wirkung betrifft, besitzt die das Sonnengelb eine heitere, bunte und sanft reizende Eigenschaft. Sie ist somit grundsätzlich positiv-aktiv und extravertiert. Sie ist die Farbe des Optimismus, des sonnigen Gemüts. Es ist eine sich ausbreiten wollende Farbe, die über alle Grenzen geht. Sie wird auch als anregende, befreiende, inspirierende und vitale Farbe genannt.
Eine exzessiv-übertreibende Wirkung findet sich im grellen Gelb. Es wird auch in Verbindung mit dem cholerischen Temperament gebracht. Es ist aufdringlich, unbescheiden und stolz; ganz ohne Tiefe und Wärme. Für Kandinsky ist es die Farbe des Wahnsinns. In der Psychiatrie gilt sie als die Farbe der Schizophrenie. In vielen Gestaltungen schizophrener Patienten findet sich die Farbe Gelb.

„Dieses Gelb ist die natürliche und eigentliche Farbe des morbiden Gemüts. Sobald wir sein zunehmendes Auftreten bemerken, können wir sicher sein, dass wir es mit einer tief liegenden psychischen Störung zu tun haben.“

Vreni Müller 

Hier sei auch Van Gogh erwähnt. Er hatte eine besondere Beziehung zur Farbe Gelb. Er erkannte die Nähe der Farbe zur Verzweiflung, zum morbiden Gemüt, als auch zur Erleuchtung. Farben hatten für van Gogh eine symbolische Wirkung und sollten auch Stimmungen ausdrücken. Wie z.B. die „schrecklichen menschlichen Leidenschaften“ in seinem Bild „Das Nachtcafé“. Folgendes Zitat van Goghs findet sich bei Bruns:

„Ich habe also sozusagen versucht, die finsteren Mächte in einer gemeinen Kneipe darzustellen (...) und das alles in einer Atmosphäre, fahl und schwefelig wie ein Teufelsofen.“

Van Gogh, "Nachtcafé"

Van Gogh war auch sehr fasziniert von der Sonne. Er hat sich ihr in einem malerisch-ästhetischen Sinne gewidmet, wie auch ihrer Symbolik. Sie erscheint in seinen Bildern jedoch kaum in einem Goldgelb. „Überall gibt es hier einen Ton wie Schwefel, die Sonne steigt einem zu Kopf“, so van Gogh.




Die bekannteste und beliebteste Pflanze zum Gelbmalen ist der Safran, bekannt als Krokus. Beim Safran handelt es sich um eine sehr kostbare Pflanze. Für einen Kilo Farbstoff benötigt man etwa 100 000 bis 200 000 Blüten. Damit lassen sich rund 10 Kilo Wäsche färben. Bei der Ernte werden nur die gelb bis orangeroten Staubfäden herausgezogen. Diese werden getrocknet. Man erhält ein rötliches Gelb. „Zafran“ heißt auf Arabisch „Farbe“, daher hat der Safran seinen Namen.
Safran ist aber nicht nur als Färbemittel bekannt, sondern auch als Gewürz und Heilmittel.


Krokus 

Im Gegensatz zu Europa ist in Asien Gelb die Lieblingsfarbe. Es steht für Ruhm, Weisheit sowie Harmonie und es ist die Farbe der höchsten Kultur. In China gilt das Gelb als männlich und steht dem weiblichen Schwarz gegenüber. Dies widerspricht dem europäischen Farbempfinden. In China gibt es fünf Himmelsrichtungen. Die fünfte ist die Mitte. Sie ist gelb.


Buddhistische Mönche

                                                                                                                                                                           
                                                                                                                        verfasst von: ka*
  

Quellen
Bruns, M. (1997): Das Rätsel Farbe - Materie und Mythos. Reclam: Stuttgart.
Riedel, I. (1990): Farben - In Religion, Gesellschaft, Kunst und Psychotherapie. Kreuz Verlag: Stuttgart.
Heller, E. (2011): Wie Farben wirken. Rowohlt Verlag: Reinbek beiHamburg.
Bild, Van Gogh "Nachtcafé": http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Nachtcafé
Bild, Mark Rothko, ohne Titel: http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.1720.html
Bild, Rapsfelder: http://www.mobile-sternwarte.de/version_dt/stmobil_dt/fahrzeug2_dt.html
Bild, gelbes Auto: http://www.shop.1zu87.com/cgi-bin/shop/shop.cgi?katalog=21596
Bild, Radioaktivität: http://science.orf.at/stories/1680583/
Bild, Buddhistische Mönche: http://www.tz-online.de/aktuelles/bayern/buddhistisches-kloster-fuer-franken-67801.html
Foto Krokus: ka*

Dienstag, 18. Dezember 2012



Advent, Advent...


Am 18. Dezember gehen wir der Herkunft des Punsches nach! 


Dieses feine, wärmende Winter-Getränk hat seine Wurzeln in Indien. Es stammt vom Hindi-Wort "pāñč", welches für die Zahl Fünf steht. Die Fünf wiederum steht für die fünf Zutaten aus denen der Punsch ursprünglich hergestellt wurde: Arrak, Tee, Zitrone, Zucker und Gewürze. Arrak ist eine aus Palmzuckersaft und vergorener Reismaische gewonnene Spirituose - auch als Reisbranntwein bekannt. 




Englische Seefahrer lernten das Getränk in Indien als "pantsch" kennen und nannten es "Punch". Sie brachten es bereits im 17. Jahrhundert nach Europa, wo es in Großbritannien rasch ein beliebtes Getränk wurde. 

Mozart lernte das Getränk auf einer England-Reise kennen. Damals war es in Wien und Salzburg noch völlig unbekannt. E. T. A. Hoffmann hat dem Punsch in seiner Novelle "Der goldene Krug" ein literarisches Denkmal gesetzt. "Der Registrator Heerbrand griff in die tiefe Tasche seines Matins und brachte in drei Reprisen eine Flasche Arrak, Zitronen und Zucker zum Vorschein. Kaum war eine halbe Stunde vergangen, so dampfte ein köstlicher Punsch auf Paulmanns Tische.

Was ist bei der Zubereitung von Punsch wichtig? 
Das Getränk sollte nur leicht erhitzt werden, damit der Alkohol nicht verdampft und das Aroma erhalten bleibt. Am besten man nimmt unbehandelte Zitronen, da dann auch die Schale abgerieben und für das Getränk verwendet werden kann. Alternativ können auch unbehandelte Orangen beigefügt werden. Arrak lässt sich durch Rum, Weinbrand und Wein ersetzen. Anstelle von Zucker schmeckt auch Ahornsirup, Honig oder jeder andere Fruchtsirup gut. Traditionell wird Schwarztee als Basis verwendet, dieser kann aber auch durch Früchte- oder Kräutertee-Mischungen ersetzt werden. Als Gewürze bieten sich Nelken, Zimtstange, Sternanis und Kardamom an. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!
punsch.gewürz/Roland Huber 

Hier noch ein Rezept für einen alkoholfreien Punsch: 
Zu einem Liter Früchtetee den Saft von zwei Orangen und die Schale von einer Orange hinzufügen. Etwas Fruchtsirup (Johannisbeere oder Orangenmelisse) und Ahornsirup hinzufügen. Nun eine Zimtstange, einige Nelken, Kardamomkapseln und Sternanis dazugeben. Das Punschgemisch erhitzen und 10 Minuten ziehen lassen. Nun sollten die Gewürze dem Getränk ein feines Aroma gegeben haben. Jetzt kann der Punsch durch ein Sieb gegossen werden und heiß genossen werden. 

Dieser Orangenpunsch lässt sich natürlich auch mit Alkohol vermengen. Er schmeckt aber auch fein, wenn er mit Glühwein gemischt wird! ;) 

Quelle: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Punsch
http://www.hietzing.at/Leben/leben_detail.php?id=1788
http://www.spiceworld.at/punschgewuerz-Roland-Huber-70g-Aromaschutz-Dose


Mittwoch, 12. Dezember 2012

Advent, Advent...


12 / ZWÖLF.

Heute begleitet uns die "vollkommene Zahl" durch den Tag und das gleich 3x. Immerhin ist heute der 12.12.12.


Ebenso wie die 7 (3+4) ist auch die 12 (3x4) eine Idealzahl, welche sich aus der göttlichen Drei und der irdischen Vier zusammensetzt. Sie ist in den Monaten des Jahres vertreten aber auch in den zwölf Stunden von Tag, sowie von Nacht. In den 24 Tagen bis Weihnachten zeigt sie sich verdoppelt als heilige Zahl und ebenso in den zwölf Raunächten, die am 25. Dezember beginnen. 

Nicht nur im Zeitlichen, sondern auch mengenmäßig steht die Zahl 12 für das Ganze. Besonders in Märchen und Mythen wird die Zwölf als die Rundungszahl schlechthin angesehen, beispielsweise die zwölf guten Feen, die 12 Brüder oder in den Nibelungen:

"In den Nibelungen zieht Siegfried mit zwölf Gefährten nach Worms, um dort um Kriemhild zu werben, und segelt später in zwölf Tagen und zwölf Nächten nach Island zum Wettkampf mit Brünhilde. Von dieser kräftigen Walküre heißt es, dass sie einen Stein, 'den zwölf Männer mühlich trügen', zwölf Klafter weit werfen konnte" (Banzhaf 2006, 124). 

In der Geometrie kennt man das Dodekaeder (Zwölfflächner), welches wiederum aus zwölf Fünfecken besteht. Spannend hierbei ist, dass die Fünf im Fünfstern, der mit seiner Spitze nach unten zeigt, mit der sündigen Natur des Menschen korrespondiert, während der Fünfstern mit seiner Spitze nach oben dem Streben nach Höherem entspricht. Der Kombination aus Fünf und Zwölf liegt im Dodekaeder somit eine tiefe Symbolik zugrunde. Der Mensch (5) wird mit dem göttlichen Raum (12) verbunden.


Salvador Dalis letztes Abendmahl

Die Zwölf zeigt sich aber auch in den zwölf Tierkreiszeichen, den zwölf Aposteln, den zwölf Stämmen Israels oder den zwölf Olympiern.



Tierkreiszeichen nach Zodiak

Da sich mit der Zwölf symbolisch der Kreis schließt, steht die Zahl auch für das erreichte Ziel. Solange dieses Ziel jedoch noch nicht erreicht ist, besagt das Zyklusende, dass ein neuer Zyklus mit Eins beginnen muss, andernfalls schlägt es 13. Für diesen Übergang ist ein Opfer notwendig. Dafür steht auch die Zwölf im Tarot, die Zahl des Gehängten. Im Tarot steht die Zahl für einen Stillstand in einem Bewegungsablauf, in dem ein Opfer gebracht werden muss, um einen neuen Zyklus beginnen zu können. Solange die 1 und die 2 sich nicht zur 3 vereinigen, kann nichts Neues entstehen und man pendelt endlos zwischen den beiden Polaritäten hin und her, was als quälendes Dilemma erlebt werden kann, weil nicht nach einer Lösung in Form von etwas Drittem gesucht wird. Dieses Dritte lässt sich nur durch das Hindurchgehen eines Konflikts finden und lässt uns dann in die Tiefe wachsen und auf unserem Individuationsweg fortschreiten.

Quellen:
Banzhaf, Hajo (2006): Symbolik und Bedeutung der Zahlen. Arkana: München, 123-131.
Bild Dali: http://www.easyart.de/poster/Salvador-Dali/Das-letzte-Abendmahl-160498.html
Bild Tierkreiszeichen: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:ZodiacCC_-_Degrees_Dates_Names_Move_DE.svg&filetimestamp=20101002140425

Montag, 22. Oktober 2012

9 / NEUN. 10 / ZEHN.

Die Neun, ist sie doch die letzte einstellige Zahl, steht für den Übertritt in eine neue Ebene bzw. in einen höheren Bewusstseinszustand. Sie steht für das Sammeln, bevor der nächste Schritt zu etwas Neuem gesetzt werden kann. Der Zehn hingegen wird die Vollkommenheit und auch die göttliche Ordnung zugeschrieben.

9
Neun wird in vielen Sprachen mit "neu" verknüpft und die beiden Wörter haben gemeinsame Sprachwurzeln. Neun Monate im Bauch der Mutter bereiten uns auf diese Welt vor und vielleicht spielt die Neun in Einweihungsriten deshalb eine zentrale Rolle. Potenziert man die Drei (sie gilt als göttliche Zahl), so erhält man Neun, welche wiederum sehr wichtig in der Religion ist. 

"Das eigentliche Ziel der inneren Sammlung vor dem Schritt ins Neue ist die Selbsterkenntnis. Sie gibt dem Menschen das Gefühl von Stimmigkeit und lässt ihn, im Unterschied zur aufgesetzten Haltung eines Neunmalklugen, eindeutig sein und handeln" (Banzhaf 2006, 109).

Im Tarot zeigt die neunte Karte den Eremiten, der als alter Weiser sowohl Rückzug, als auch Abgeschiedenheit präsentiert, ohne dabei weltfremd und menschenscheu zu agieren. 


"Eremit"

Der Eremit bleibt sich selbst, so wie auch die Neun, immer treu. Egal mit welcher Zahl man die Neun multipliziert, die Quersumme ergibt 9. 

In der Windrose symbolisiert die Neun die Sammlung im Zentrum und den Rückzug. Die Windrose zeigt jeweils vier Haupt- und vier Zwischenrichtungen an, aus der Mitte heraus (dort wo die Neun beheimatet ist) erfolgt die Orientierung. 


"Windrose"

10
Zehn Finger an unseren Händen. Daneben gilt die Zehn auch beim Rechnen und Zählen als zentral. Im Sinne der göttlichen Ordnung findet man zehn Gebote, die für Christen und Juden gleichermaßen gelten. Bei den Buddhisten sind fünf Gebote für Laien und fünf für Mönche bestimmt. 

Der Zehn kommt aber auch in der jüdischen Geheimlehre, der Kabbala, große Bedeutung zu. Der Sefirotbaum weist zehn Energiezentren auf, welche als Sinnbild der gesamten Schöpfung angesehen werden können.


"Sefirotbaum"

Die Zehn verkörpert des weiteren die Summe der vier Elemente und somit die Schöpfung und sie bildet die Summe der ersten vier Grundzahlen (1+2+3+4). Dies zeigt sich auch in der Punktepyramide der Pythagoräer, welches Tetraktys genannt ist.


"Tetraktys"

"Tatsächlich hat dieses Symbol genau das, was nach alter Überzeugung die Qualität des Heiligen ausmacht: Es ist mehr als die Summe seiner Bestandheile; denn die zehn Punkte, aus denen diese Figur besteht, formen gleichzeitig ein göttliches Dreieck" (ebd., 114). 


verfasst von: *lia


Quellen:
Vgl. Banzhaf, H. (2006): Symbolik und Bedeutung der Zahlen. Arkana: München, S 105-115.
Bild Eremit: http://www.inne-sein.de/Seiten/EremitGross.htm
Bild Windrose: http://nordsee-oase.de/private/Windrose.jpg
Bild Sefirotbaum: http://people.ucalgary.ca/~elsegal/J_Transp/J11_MedievalJud.html
Bild Tetraktys: http://www.stars-n-dice.com/tetraktys.html

Freitag, 24. August 2012

8 / ACHT.

Schmetterling "Goldene Acht"

Die Acht gilt als Zahl des Gleichgewichts, der Erneuerung und der Gerechtigkeit. Sie symbolisiert einen Neuanfang auf höherer Ebene, und steht für die Glückszahl schlechthin. Ebenso wird sie als Zahl der kosmischen Ordnung angesehen und gilt wie die Vier als strukturierende Zahl des Mandalas, da sie Symmetrie und vollendete Ordnung veranschaulicht. (Vgl. Banzhaf 2006, 93ff; Riedel 2005, 182f)



Wie der achte Tag die neue Woche eröffnet, kehrt mit der Oktave, dem achten Ton, die Tonleiter zu ihrem Beginn zurück. So versinnbildlicht die Acht den Neuanfang auf einer höheren Ebene. Sie ist die Schwelle, das Bindeglied, die Mittlerin zu einer höheren, größeren, besseren Sphäre oder Welt“ (Banzhaf 2006, 93).

Die Acht bildet des weiteren die Mittellinie zwischen Viereck und Kreis, so auch in vielen Kirchen, in denen sich über dem irdischen Quadrat ein Achteck emporhebt, über dem sich dann die Kuppel wölbt, welche den Himmel symbolisiert (vgl. ebd.).

Der Zahlenwert 888 steht im Griechischen für Christus selbst, weswegen der Acht im Christentum solch große Bedeutung zukommt. Die Acht findet sich in diesem Zusammenhang auch beim Sakrament der Taufe – viele Taufbecken sind achteckig. In Israel wird der Weg des Menschen von der Erde ins Paradies durch eine achteckige Kuppel in der Seligpreisungskirche symbolisiert. (Vgl. ebd., 94f)


In der Antike musste die Seele auf ihrem Weg zur Erlösung durch die sieben Himmel von den sieben Planeten wandern, um die Wohnstätte der Götter – die achte Sphäre – zu erreichen (vgl. ebd., 98).

In der liegenden Acht, der Lemniskate, wird die Verbindung der zwei ...


Dienstag, 17. Juli 2012


Persönliche Entfaltung durch Kundalini Yoga und Analytische Psychologie.


Ich hatte kürzlich ein sehr schönes Erlebnis der Verbundenheit und zwar als ich bei einer Yoga Übung eine sehr intensive Begegnung mit der Energie des Manipura Chakras (Wurzelchakra) erfuhr. Dieses Erlebnis und Julias Beitrag zur „Sieben“ schufen die Idee einen Beitrag zu den sieben oder korrekterweise den sechs Chakren und dem alles in sich vereinenden Sahasrara (Kronenchakra) zu verfassen und diese in Verbindung zu setzen mit der analytischen Psychologie C. G. Jungs.

"Hauptchakren"







Das Wort „Chakra“ kommt aus dem Sanskrit und ist mit „Rad“ oder „Wirbel“ zu übersetzen. Bei den Chakren handelt es sich um die sieben subtilen Hauptenergiezentren die sich zwischen physischem und feinstofflichem Körper befinden und sich entlang der menschlichen Wirbelsäule anordnen. Neben den Hauptenergiezentren gibt es jedoch noch eine enorme Vielzahl an Nebenenergiezentren. Sie alle sind durch Energiebahnen miteinander verbunden. Entlang der sieben Hauptenergiezentren läuft die sogenannte Kundalini Energie. Im Kundalini Yoga, das von den Tantrikern gelehrt wird, ist es Ziel, die Kundalini Shakti (kosmische Lebensenergie) mittels Atemtechniken und Meditation zu erwecken. Symbolisch ist sie als eine zusammengerollte Schlange dargestellt, welche im menschlichen Körper an der Basis der Wirbelsäule, im Wurzelchakra (Muladhara) zunächst schläft. Ziel dabei ist es, unterdrückte Gefühle und unbewusste Seelen- und Gemütszustände ins Bewusstsein zu bringen. Die Chakren gelten daher auch als psychische Zentren im Körper. Sie wirken jedoch nicht nur auf Gefühle und Gedanken sondern auch auf die Organ- und Drüsenfunktionen des menschlichen Körpers. Sie beinhalten positive als auch negative Bewusstseinsaspekte. Den Chakren ist jeweils ein Element, eine Farbe, ein Mantra, ein Planet, sowie ein Symbol zugeordnet. Diese Eigenschaften variieren allerdings je nach Lehre. 

Das Chakrensystem – eine tabellarische Zusammenfassung:

 
Charles Breaux zeigt in seinem Buch „Journey into Consciousness“ oder „Reise ins Bewusstsein“ einen Zusammenhang zwischen dem Kundalini Yoga und C. G. Jungs Lehre über das kollektive Unbewusste und die Archetypen auf. Durch eine bewusste Anregung bestimmter Chakren, kann auch die persönliche Entfaltung beeinflusst werden. Breaux lässt dabei die sieben Chakren zunächst in ihrer Fülle aus dem kollektiven Unbewussten entfalten, in einem weiteren Schritt aus dem persönlichen Unbewussten und zuletzt noch über das Ich-Bewusstsein. In diesem Entfaltungsprozess steht jedes der sieben Chakren für spezielle archetypische Funktionen, die sich in Bildern ausdrücken. Die sieben Chakren bilden nach Breaux eine „psychische Matrix“, in welcher sich die Einzigartigkeit des „body-mind“ (Körper-Geist) erschafft. 

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Dienstag, 10. Juli 2012


Sieben.

Die Sieben übt seit jeher eine starke Anziehung auf mich aus. Im Juli geboren, habe ich im Laufe meines Lebens hunderte Male 07 in Formulare eingetragen, 07 auf Digitaluhren mit besonderer Aufmerksamkeit wahrgenommen oder als Glückszahl in unterschiedlichen Spielen eingesetzt. Vor einem Jahr, am 10.07. habe ich 4x7 Jahre erreicht und das 5. Jahrsiebt wurde eingeleitet. Heute verabschiede ich mich endgültig von der 28 und das wohl berühmteste Entwicklungsgesetz des menschlichen Lebenslaufes – der Siebener- rhythmus – erlangt noch einmal neue Präsenz.

Bereits Hippokrates (460 v. Chr.) hat sich mit dem Siebenerrhythmus beschäftigt. Unsere Körperzellen regenerieren sich alle sieben Jahre; der Eintritt in die Schule – mit 7 Jahren – ist durch den Zahnwechsel charakterisiert; die Geschlechtsreife mit 14; mit 21 hingegen ist unser Wachstumsprozess abgeschlossen und wir gelten als erwachsen, bevor mit 28 Jahren unser Körper und vor allem unser Gehirn wieder abzubauen beginnt. Die Sieben gilt als Faktor immer dann, wenn sich innerhalb der Zeit etwas ordnet oder entfaltet. Analog zu den körperlichen Entwicklungen gibt es Entsprechungen im ...