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Donnerstag, 15. August 2013


 Buchtipp: "Die Frau, die im Mondlicht aß" -  Anita Johnston 

Meine kunsttherapeutische Projektarbeit der vergangenen Monate habe ich mit essgestörten Mädchen und jungen Frauen durchgeführt. Für die Arbeit mit ihnen, war mir das Buch "Die Frau, die im Mondlicht aß" stets ein hilfreicher Begleiter. 


Die Autorin Anita Johnston zeigt auf, wie es Betroffenen gelingen kann, durch die Welt von Märchen und Mythen, ihren Körper, ihre Gefühle und ihre je eigenen Lebensgeschichten auf neue Art und Weise wahrzunehmen. Dadurch kann die Ursache ihrer Essstörungen entdeckt und ein neuer Weg gelernt werden, diese zu überwinden.

"Aber die Klarheit der Sonne ist eine und eine andere des Mondes Klarheit" (Thomas Mann).

Das Buch richtet sich in erster Linie an Frauen und vermittelt neben Märchen auch weiblich-spirituelle Hintergründe, welche Trost spenden, Mut machen und Zuversicht schenken.

Das Buch ist im Knaur Verlag erschienen und kostet als Taschenbuch € 8,99.
ISBN 978-3-426-87376-2
gelesen von: *lia

Montag, 17. Dezember 2012


Advent, Advent...


Heute erzählt uns Sonya eine Geschichte.


Sonya ist 12 Jahre alt, wohnt in Wien und erzählt gerne Geschichten. Wir finden sie macht das ziemlich gut und stellen deshalb ihre Geschichte "Das einsame Kind" vor. Ihre Mutter Natasha hat ein wunderbares Bild zur Geschichte illustriert, wie ihr selbst sehen könnt. Zusammen sind die beiden ein tolles Team und entführen uns durch das heutige Adventstürchen in eine andere Welt.



Das einsame Kind


















Es war einmal ein Weisenkind, es wuchs schnell heran und wurde ein junges Fräulein.
Jeder nannte sie Fräulein Wunderlich weil sie wunderlich gekleidet war und weil sie allen Kindern ein riesiges Packet mit Schokolade aus ihrem winzigem Tragetäschchen zauberte.
Eines Tages fand sie ein kleines Giraffenbaby, total beschmutzt.
Fräulein Wunderlich kümmerte sich sehr um ihn und die kl
eine Giraffe wuchs schnell heran und wurde zu einem kleinen Bengel. Der kleine Bengel erinnerte die Frau so sehr an ihre Kindheit. Sie musste Löcher in das ganze Haus bohren, damit Grasgrün (so nannte sie es weil es so viel graste) zu seinen Lieblingsplätzen kommen konnte. Einmal als Fräulein Wunderlich einen Spaziergang zum Zoo machte, sah sie, dass die Hasenfamilie auch einen Spaziergang unternehmen wollten. Aber leider nicht auf der Fußgängerzone sondern über die Straße.
Es blinkte schon. Jetzt oder nie!
Entschloßen lief sie über die Straße und... rettete die Hasen. Im Zoo bekam sie als Dankeschön zwei Giraffen geschenkt und kostenlosen Eintritt dazu. Als sie mit den zwei Giraffen zu Hause ankam, gab es ein schönes Familientreffen für die Giraffen. Diesmal musste das Fräulein noch mehr Löcher bohren aber das war das einzige was sich in den drei Wochen abspielte. Die Frau bemerkte, dass die Giraffen ein wenig kumervoll aussahen. Sie dachte, dass ihre Haustiere in ihre Heimat zurück wollten. Sie wusste nur zu gut wie das Leben ohne Eltern war. Sie selbst war ja ein Weisenkind.
Deshalb flog sie nach Afrika (Sie hatte ein kleines Privatflugzeug). Endlich kamen sie in Afrika an. Die Giraffen führten Fräulein Wunderlich zu einem Ort, wo es nur kristallklares Wasser, weiche Erde und sanftes Grün gab.
Doch noch schöner war es als die Giraffen das Bild volldrangen.
Leider musste sie nach Hause und verabschiedete sich mit rührseliger Miene und flog nach Hause. Sie besorgte sich einen Mops der einmal die Kellertreppe hinunterpurzelte. Der Mops ging schnüffelnd in den dunklen Raum wo er eine Wurst witterte. Dort viel er in sämtliche Farbtöpfe. Als er die Wurst fraß fand Fräulein Wunderlich den Mops und weil die Farbe nicht runterging nannte sie ihn SCHWARZSCHNAUBIGRÜN!!!

THE END



Quelle:

http://www.facebook.com/pages/Sonya/419347808112182

Mittwoch, 4. Juli 2012

Neubeginn.

"Entpuppt"


Als ich mir die Frage stellte, was „Neubeginn“ für mich bedeutet, kam als spontane Antwort: Sterben. Gefolgt von: Verlassen, Tod, Loslassen und Verabschieden. In diesem Moment war mir bewusst, dass ich mich dem Thema Neubeginn nur unter Miteinbezug dieser sterbenden Seite widmen kann. Ohne dieses „Sterben“, dieses Zurücklassen gibt es keinen Neubeginn. Diese beiden Seiten gehören zusammen wie Licht und Schatten, Sonne und Mond, Tag und Nacht, Hell und Dunkel, Vater und Mutter, Yin und Yang. Dieses polare Spiel zeigt sich in den alltäglichen Wandlungsprozessen in denen wir uns bewegen, in den wechselnden Rollen die wir einnehmen und in der Beziehung zwischen Bewusstem und Unbewusstem. So lassen wir morgens die Traumwelt zurück, um im Wachbewusstsein unseren Tag zu leben. Wir wechseln die Masken von Mutter, Vater oder Kind, um uns für den Berufs- oder Schultag vorzubereiten und um uns mit den passenden Masken für diese Rollen zu schmücken. Wenn wir abends wieder den Arbeitsplatz oder die Schule verlassen, kehren wir in die „Familien- oder Partnerrollen“ zurück. Wenn wir uns zurückziehen und alleine sind, setzen wir wiederum andere, noch individuellere und geheimnisvollere Masken auf, die nur für uns ganz allein wirken dürfen. Wir erleben dieses Sterben und Neugeborenwerden auch, wenn wir „das Licht der Welt erblicken“ – danach in jedem weiteren Entwicklungsschritt. Immer wieder muss auf diesem Weg etwas geopfert werden, um etwas Neues entstehen zu lassen. So auch, wenn wir als Kinder plötzlich von uns als „Ich“ sprechen und damit beginnen uns als Individuum, als „getrenntes“ Wesen zu erfahren. Ebenso wenn wir uns in der Pubertät im Spannungsfeld zwischen „nicht mehr“ Kind und „noch nicht“ Erwachsene/r nach Orientierung und Abgrenzung aber auch nach Nähe sehnen. Wenn wir selbst Kinder auf die Welt bringen und diese uns irgendwann wieder verlassen, um ihr eigenes Leben zu leben. Wenn wir Partnerschaften eingehen, diese verlassen, um wieder neue Partnerschaften entstehen zu lassen. Wenn wir älter werden und erfahren, dass unser Körper sich verändert und langsamer wird und der Fokus mehr nach innen geht. Wenn uns jemand verlässt oder stirbt, der uns nahe steht. Ebenso verlassen wir Orte, um an neuen Orten unser Glück zu suchen. Manchmal geschieht dieses Verlassen eines vertrauten Ortes nicht gewollt, wenn man sein Heimatland aus politischen Gründen oder aber weil man verfolgt wird, verlassen muss.







Immer wieder tun sich an diesen Wendepunkten in unserem Leben Lücken auf und ...