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Donnerstag, 2. Januar 2014


*** HAPPY NEW YEAR ***


















Eines Tages kamen zu einem einsamen Mönch einige Menschen. Sie fragten ihn:

„Was für einen Sinn siehst du in deinem Leben der Stille und der Meditation?“
Der Mönch war mit dem Schöpfen von Wasser aus einem tiefen Brunnen beschäftigt. Er sprach zu seinen Besuchern:

„Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?“
Die Leute blickten in den tiefen Brunnen: „Wir sehen nichts!“
Nach einer kurzen Weile forderte der Mönch die Leute erneut auf:

„Schaut in den Brunnen! Was seht ihr jetzt?“
Die Leute blickten wieder hinunter: „Ja, jetzt sehen wir uns selber!“

Der Mönch sprach:

„Nun, als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation: Man sieht sich selber! Und nun wartet noch eine Weile.“
Nach einer Weile sagte der Mönch erneut: „Schaut jetzt in den Brunnen. Was seht ihr?“

Die Menschen schauten hinunter: „Nun sehen wir die Steine auf dem Grund des Brunnens.“

Da erklärte der Mönch: „Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation. Wenn man lange genug wartet, sieht man den Grund aller Dinge.“

(Autor unbekannt)


Auf ein glückliches, gesundes, kreatives, bezauberndes, wundervolles, erfolgreiches, zufriedenes, liebevolles, achtsames, wertschätzendes neues Jahr!


Quellen:
Bild: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/13/Brunnen_Festung_Koenigstein_2007_04_22.JPG

Donnerstag, 15. August 2013


 Buchtipp: "Die Frau, die im Mondlicht aß" -  Anita Johnston 

Meine kunsttherapeutische Projektarbeit der vergangenen Monate habe ich mit essgestörten Mädchen und jungen Frauen durchgeführt. Für die Arbeit mit ihnen, war mir das Buch "Die Frau, die im Mondlicht aß" stets ein hilfreicher Begleiter. 


Die Autorin Anita Johnston zeigt auf, wie es Betroffenen gelingen kann, durch die Welt von Märchen und Mythen, ihren Körper, ihre Gefühle und ihre je eigenen Lebensgeschichten auf neue Art und Weise wahrzunehmen. Dadurch kann die Ursache ihrer Essstörungen entdeckt und ein neuer Weg gelernt werden, diese zu überwinden.

"Aber die Klarheit der Sonne ist eine und eine andere des Mondes Klarheit" (Thomas Mann).

Das Buch richtet sich in erster Linie an Frauen und vermittelt neben Märchen auch weiblich-spirituelle Hintergründe, welche Trost spenden, Mut machen und Zuversicht schenken.

Das Buch ist im Knaur Verlag erschienen und kostet als Taschenbuch € 8,99.
ISBN 978-3-426-87376-2
gelesen von: *lia

Donnerstag, 20. Dezember 2012


Advent, Advent...


Am 20. Dezember ist es soweit und Kalia fragt sich: Woher kommt die Tradition mit dem Adventskalender eigentlich?


Zunächst einmal zur Wortabklärung: Das Wort Advent stammt aus dem Lateinischen, "adventus" und bedeutet "Ankunft". Der Adventskalender war zunächst Zählhilfe und Zeitmesser. Die ersten Formen kamen aus dem protestantischen Umfeld. Die 24 Weihnachtsfenster des Kalenders sollten die Christen auf die Weihnachtsgeschichte - also die Ankunft des Heilands - vorbereiten. So hängten religiöse Familien nach und nach 24 Bilder mit weihnachtlichen und religiösen Motiven an die Wand. 


Den ersten gedruckten Adventskalender veröffentlichte die Evangelische Buchhandlung in Hamburg. 1908 brachte ein deutscher Pfarrerssohn, Gerhard Lang seinen Adventskalender mit der Bezeichnung "Im Land des Christkinds" heraus. Bei dieser Art von Kalender müssen die Kinder jeden Tag ein Bildchen ausschneiden und auf einen Bogen mit 24 Feldern aufkleben. Diesen Adventskalender kann man noch heute finden. 

Viel in Verwendung war auch die Adventskerze, welche täglich bis zur nächsten Markierung abgebrannt wurde. Früher war es auch üblich 24 Kreidestriche an die Tür zu malen. Die Kinder durften dann jeden Tag bis zu Weihnachten einen der Kreidestriche wegwischen. Nach einem anderen Brauch legt man ab dem 1. Dezember jeden Tag bis zu "Heilg Abend" einen Strohhalm in eine Grippe. 


Bei uns erhalten heute vorwiegend Kinder einen Adventskalender, der meist mit Süßigkeiten, Spielsachen oder anderen Überraschungen gefüllt ist.  

Aber auch für Erwachsene gibt es eigens gestaltete Adventskalender. So finden sich im Buchhandel zum Beispiel Kalender mit wunderschönen Kunstmotiven. Aber auch viele Supermärkte, Geschäfte und Unternehmen sind mittlerweile auf den "Adventskalander-Zug" aufgesprungen, und versuchen so Kunden anzulocken und das Weihnachtsgeschäft anzutreiben. Die größte Freude bereitet aber immer noch der selbstgestaltete Adventskalender. 

Auch an vielen Gebäuden und Häusern finden sich Adventskalender. In den ländlichen Gebieten, gestalten Vereine in 24 Häusern weihnachtlich geschmückte und beleuchtete Fenster, die gerne von Groß und Klein bestaunt werden. 

In Norwegen bereiten sich Familien mit einem speziellen selbstgebastelten Adventskalender auf die Weihnachtszeit so vor: In eine Orange werden 24 Gewürznelken gesteckt und an jedem Tag wird eine herausgezogen. Dieser Kalender ist einfach und schnell hergestellt. Er verbreitet einen wohlig duftenden Weihnachtsgeruch im Haus und sieht hübsch aus. 



P.S.: Der Adventskalender wird in Österreich übrigens Adventkalender genannt. 

Quelle: 
http://www.weihnachtshaus.eu
http://www.kidsweb.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Adventskalender
http://blog.cairo.de/adventskalender-zum-befullen/

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Advent, Advent...


12 / ZWÖLF.

Heute begleitet uns die "vollkommene Zahl" durch den Tag und das gleich 3x. Immerhin ist heute der 12.12.12.


Ebenso wie die 7 (3+4) ist auch die 12 (3x4) eine Idealzahl, welche sich aus der göttlichen Drei und der irdischen Vier zusammensetzt. Sie ist in den Monaten des Jahres vertreten aber auch in den zwölf Stunden von Tag, sowie von Nacht. In den 24 Tagen bis Weihnachten zeigt sie sich verdoppelt als heilige Zahl und ebenso in den zwölf Raunächten, die am 25. Dezember beginnen. 

Nicht nur im Zeitlichen, sondern auch mengenmäßig steht die Zahl 12 für das Ganze. Besonders in Märchen und Mythen wird die Zwölf als die Rundungszahl schlechthin angesehen, beispielsweise die zwölf guten Feen, die 12 Brüder oder in den Nibelungen:

"In den Nibelungen zieht Siegfried mit zwölf Gefährten nach Worms, um dort um Kriemhild zu werben, und segelt später in zwölf Tagen und zwölf Nächten nach Island zum Wettkampf mit Brünhilde. Von dieser kräftigen Walküre heißt es, dass sie einen Stein, 'den zwölf Männer mühlich trügen', zwölf Klafter weit werfen konnte" (Banzhaf 2006, 124). 

In der Geometrie kennt man das Dodekaeder (Zwölfflächner), welches wiederum aus zwölf Fünfecken besteht. Spannend hierbei ist, dass die Fünf im Fünfstern, der mit seiner Spitze nach unten zeigt, mit der sündigen Natur des Menschen korrespondiert, während der Fünfstern mit seiner Spitze nach oben dem Streben nach Höherem entspricht. Der Kombination aus Fünf und Zwölf liegt im Dodekaeder somit eine tiefe Symbolik zugrunde. Der Mensch (5) wird mit dem göttlichen Raum (12) verbunden.


Salvador Dalis letztes Abendmahl

Die Zwölf zeigt sich aber auch in den zwölf Tierkreiszeichen, den zwölf Aposteln, den zwölf Stämmen Israels oder den zwölf Olympiern.



Tierkreiszeichen nach Zodiak

Da sich mit der Zwölf symbolisch der Kreis schließt, steht die Zahl auch für das erreichte Ziel. Solange dieses Ziel jedoch noch nicht erreicht ist, besagt das Zyklusende, dass ein neuer Zyklus mit Eins beginnen muss, andernfalls schlägt es 13. Für diesen Übergang ist ein Opfer notwendig. Dafür steht auch die Zwölf im Tarot, die Zahl des Gehängten. Im Tarot steht die Zahl für einen Stillstand in einem Bewegungsablauf, in dem ein Opfer gebracht werden muss, um einen neuen Zyklus beginnen zu können. Solange die 1 und die 2 sich nicht zur 3 vereinigen, kann nichts Neues entstehen und man pendelt endlos zwischen den beiden Polaritäten hin und her, was als quälendes Dilemma erlebt werden kann, weil nicht nach einer Lösung in Form von etwas Drittem gesucht wird. Dieses Dritte lässt sich nur durch das Hindurchgehen eines Konflikts finden und lässt uns dann in die Tiefe wachsen und auf unserem Individuationsweg fortschreiten.

Quellen:
Banzhaf, Hajo (2006): Symbolik und Bedeutung der Zahlen. Arkana: München, 123-131.
Bild Dali: http://www.easyart.de/poster/Salvador-Dali/Das-letzte-Abendmahl-160498.html
Bild Tierkreiszeichen: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:ZodiacCC_-_Degrees_Dates_Names_Move_DE.svg&filetimestamp=20101002140425

Samstag, 8. Dezember 2012

Advent, Advent...


Unser 8. Adventsfensterchen erzählt die Geschichte zu "Mariä Empfängnis"


Kalia sind ja ökumenisch getauft und deshalb fragte sich der evangelische Part voller Neugier, was es wohl mit „Mariä Empfängnis“, einem katholischen Feiertag, auf sich hat? Bis dato kam er stets in den Genuss eines freien Tages, aber was da genau passiert war, wusste er nicht. Er wusste zwar, dass seit einigen Jahren der Tag zum Einkaufstag für Weihnachtsgeschenke mutiert ist, aber damit konnte es wohl nichts zu tun haben. Denn an diesem Tag, müssen Verkäufer aus allen verschieden Konfessionen, auch der katholischen, arbeiten. Tja...

So dachte er, dass es sich wahrscheinlich um Jesu Empfängnis dreht, da ja Weihnachten vor der Tür steht. Das wäre wohl die logischste Erklärung für diesen Feiertag, so meinte er. Er machte sich aber auf die Suche um auf "Nummer Sicher" zu gehen und fand heraus, dass es sich nicht um Jesu, sondern wie der Feiertag sich eben richtig nennt, um Marias Empfängnis handelt. 


Maria


Und er erfuhr folgende Geschichte:

Marias Eltern, Anna und Joachim, hatten einen großen Kinderwunsch. Es blieb ihnen aber lange Zeit verwehrt, Kinder zu bekommen. Joachim ging deshalb für 40 Tage in die Wüste um zu fasten und zu beten, während Anna im Gebet in Jerusalem blieb. Der Engel Gottes erschien Joachim und teilte ihm mit, dass er und Anna ein Kind erwarten werden. Freudig lief er nach Jerusalem und traf Anna vor dem Tempel, an der "Goldenen Pforte". Beide umarmen sich und dieser Moment wird als "Mariä Empfängnis" bezeichnet.
Maria ist also "unbefleckt empfangen" worden und ist frei von jeglichem Makel der Erbsünde. Es geht also nicht - wie irrtümlich oft angenommen – um die Feier der Jungfräulichkeit Marias, sondern eben um die Überzeugung, dass Maria ähnlich wie Jesus Christus seit Beginn ihrer leiblichen Existenz ohne Sünde gewesen ist.


"Goldene Pforte" -  Freiberg in Sachsen


Der evangelische Teil hatte große Freude an dieser Geschichte und machte sich, von neuerlicher Neugier gepackt, auf die Suche nach der symbolischen Bedeutung der Zahl 40. Da erinnerte er sich, dass er kürzlich bei einem Seminar am C. G. Jung Institut Zürich über die Geschichte Moses Informationen zu dieser in der Bibel mehrmals vorkommenden Zahl erhielt. So dauerte der von Moses angeführte Auszug der Israelis aus dem Sklavenhaus ins gelobte Land ebenfalls 40 Tage. In der 40 ist ja die Vier sehr wesentlich. Und sie war es auch für C. G. Jung. Er forschte viel über diese Zahl und war überzeugt, dass die Vierheit ein angeborenes psychisches Element ist, also ein Archetyp und somit eine dem Menschen angeborene Vorstellung, welche die Idee von Vollständigkeit (vs. Vollkommenheit) darstelle. Die Vier gilt als Zahl der Ganzheit. Hier brauchen wir uns nur ein Quadrat, welches für die Vier und ein Dreieck, welches für die Drei steht, vorzustellen. So kann die Zahl Vier und somit auch die 40 als Zahl der Lebenswanderung von der „inneren Versklavung“ (vgl. Moses) in die Freiheit und somit als ganzheitlicher Wandlungsprozess angesehen werden.

Hier kehrt der protestantische Anteil Kalias wieder zu unserer Geschichte zurück. Er begriff nun, dass es sich um einen Reifungs- und Bewusstwerdungsprozess Annas und Joachims handelt. Und gleichzeitig wurde ihm bewusst, dass die Geschichte symbolisch auch für dich und mich steht. Er meinte, dass wir die Geschichte wie folgt verstehen können: „Marias Eltern“ waren noch nicht reif und entwickelt genug, um ein Kind zu bekommen. Jeder musste für sich allein in einen Entwicklungsprozess in Form einer Kontemplation oder Innenschau gehen, um die nötigen Erfahrungen zu sammeln, bevor es zu „Mariäs Empfängnis“, oder der Empfängnis des „Göttlichen Kindes“ kommen konnte. In der Geschichte auch angedeutet durch die „Goldene Pforte“. Sie steht auch für die Wandlung und den Übergang in ein erweitertes Bewusstsein und somit in etwas Kostbares und Lichtvolles. Etwas, dass uns unserem wahren Selbst näher bringt. Und vor allem aber etwas, das unabhängig von jeglicher religiösen Einstellung ist. Etwas Numinoses und Geheimnisvolles, das Sehnsucht in uns allen weckt.

Quellen:  





Donnerstag, 6. Dezember 2012


Advent, Advent...


...heute ist Nikolaustag!


Rot gekleidet, mit wallendem Bart kommt der Nikolaus am 6. Dezember von Haus zu Haus und bringt den Kindern ganz nach altem Brauch Geschenke mit, natürlich nur den braven.


St. Nikolaus als Deckengemälde in der Nikolauskirche Rettenbach 


Der Todestag des heiligen Nikolaus wird seit jeher am 6.12. gefeiert. Als Bischof wurde er um 300 während einer Christenverfolgung misshandelt. Weil er sich jedoch mildtätig gab, wurde er zum Inbegriff des Nothelfers und gilt seitdem als Patron von über 2000 Kirchen und wird als Heiliger verehrt.


Früher wurde am Nikolaustag auch die weihnachtliche Bescherung gefeiert, was sich in einigen Ländern bis heute gehalten hat. Aufgrund von Reformatoren, die gegen eine Heiligenverehrung waren, wurde die Bescherung in den meisten Ländern dann aber auf den Weihnachtstag verlegt.

Traditionell wird der heilige Nikolaus im rot-weißen Gewand, mit Hirtenstab und einem langen Bischofsmantel dargestellt. Oft wird er von seiner Schattengestalt, Knecht Ruprecht (gestriger Beitrag) begleitet.

Quellen:
Foto: http://www.muenchner-kirchenradio.de/gespraech-der-woche/gespraech-der-woche/article/sankt-nikolaus-eine-paedagogische-institution-auf-dem-rueckzug-wdh.html
http://www.symbolonline.de/index.php?title=Nikolaus

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Advent, Advent...

Das 5. Adventsfenster steht ganz im schattigen Lichte des Krampus 


Haben Sie auch schon einmal eine Krampuskarte bekommen oder selbst geschrieben? In Österreich hat das Krampuskartenschreiben bereits eine lange Tradition. Wenn man Glück hat findet man noch die eine oder andere sehr alte Karte in der Trafik (Kiosk). Diese "Tat" - das Kartenschreiben - ist ein typisches Flirtwerkzeug für junge verliebte Leute. Sie schreiben sich um den 5. Dezember anonyme Karten mit Krampusmotiven und bösen Krampussprüchen. Als ich noch zur Schule ging, dichteten wir die Sprüche selbst; natürlich abgestimmt auf das "Objekt der Begierde". Die Karten werden aber auch von enttäuschten Liebenden geschrieben, weil sie verlassen wurden und sich somit anonym rächen können. Die Karten dienen aber auch dazu, Kinder abzuschrecken und sie für das "Gute" und "Brave" zu gewinnen.  Sie sehen in etwa so aus: 




Sprüche gehen etwa so: 


"Ach ihr schlimmen Kinderlein
euch hol ich auch noch ein!"

"Seid ihr heuer brav gewesen?
Sonst kriegt ihrs mit dem Krampusbesen!"

"Ich der Krampus geb' dir hiebe
weil ich dich von Herzen liebe."

"Was soll ich nur machen
soll ich weinen oder lachen?
Ach weißt du was?
Ich hab auch ohne dich Spaß!"

"Ich hab dich geliebt und im Herzen getragen
jetzt bist mir verrutscht und liegst mir im Magen." 

Übrigens wird der Krampus in Deutschland "Knecht Ruprecht" oder "Beelzebub" und in der Schweiz "Schmutzli" genannt. Der österreichische Krampus unterscheidet sich im Aussehen etwas von den "Nachbarsteuferln". Alle drei haben jedenfalls etwas gemeinsam: sie sind als Begleiter des gütigen und heiligen Nikolaus unterwegs und sie bestrafen die schlimmen und unartigen Kinder. Es wird gemunkelt, dass der Krampus dem Nikolo unterstellt wurde, damit das Gute einen höheren Stellenwert hat. Das greift bei den Kindern und sie sind dann meist artiger. Natürlich auch weil sie vom Nikolaus beschenkt werden möchten, und nicht vom Krampus verprügelt oder gar in seinem großen Bottich fortgeschleppt werden wollen. Der Kramperl ist eine teufelsähnliche Gestalt mit einer Rute in der Hand und er trägt Hörner. Meist trägt er einen Gürtel aus einer dicken, schweren Metallkette, die bis an den Boden reicht und ein ehrfürchtiges Geräusch verbreitet. 

Kommt Euch schon jemand in den Sinn für eine Krampuskarte? Vielleicht hat Kalia Euch nun auf die Idee gebracht selbst eine Krampuskarte zu gestalten oder Sprüche zu kreieren? Hier findet ihr eine Adresse wo Ihr Karten bestellen könnt: 
http://www.willhaben.at

Nicht vergessen Euren Lieben einen leckren Zwetschgenkrampus zu schenken! Könnt Ihr auch ganz einfach selber basteln!!! 


Rezept: 
http://www.rezeptwelt.at/rezepte/zwetschkenkrampus-941/


Hier noch etwas lustiges zum Advent von Loriot - auch ein kleiner Kramperl :) 






Quellen:
http://www.pensionlerner.com/KinderD.htm
http://meadowpack.wordpress.com/2011/12/05/der-krampus-kommt-bei-uns-am-5-dezember/krampuskarte2/
http://www.lovntol.at/leben/krampuskarten.htm  
http://www.kirchenweb.at/christkind/krampussprueche/krampussprueche.htm
http://www2.superchat.at/forum/athread?c=5/2004/12/17650/17650
http://www.schwarzeteufel.com/index.php?option=com_content&view=article&id=57&Itemid=66

Montag, 22. Oktober 2012

9 / NEUN. 10 / ZEHN.

Die Neun, ist sie doch die letzte einstellige Zahl, steht für den Übertritt in eine neue Ebene bzw. in einen höheren Bewusstseinszustand. Sie steht für das Sammeln, bevor der nächste Schritt zu etwas Neuem gesetzt werden kann. Der Zehn hingegen wird die Vollkommenheit und auch die göttliche Ordnung zugeschrieben.

9
Neun wird in vielen Sprachen mit "neu" verknüpft und die beiden Wörter haben gemeinsame Sprachwurzeln. Neun Monate im Bauch der Mutter bereiten uns auf diese Welt vor und vielleicht spielt die Neun in Einweihungsriten deshalb eine zentrale Rolle. Potenziert man die Drei (sie gilt als göttliche Zahl), so erhält man Neun, welche wiederum sehr wichtig in der Religion ist. 

"Das eigentliche Ziel der inneren Sammlung vor dem Schritt ins Neue ist die Selbsterkenntnis. Sie gibt dem Menschen das Gefühl von Stimmigkeit und lässt ihn, im Unterschied zur aufgesetzten Haltung eines Neunmalklugen, eindeutig sein und handeln" (Banzhaf 2006, 109).

Im Tarot zeigt die neunte Karte den Eremiten, der als alter Weiser sowohl Rückzug, als auch Abgeschiedenheit präsentiert, ohne dabei weltfremd und menschenscheu zu agieren. 


"Eremit"

Der Eremit bleibt sich selbst, so wie auch die Neun, immer treu. Egal mit welcher Zahl man die Neun multipliziert, die Quersumme ergibt 9. 

In der Windrose symbolisiert die Neun die Sammlung im Zentrum und den Rückzug. Die Windrose zeigt jeweils vier Haupt- und vier Zwischenrichtungen an, aus der Mitte heraus (dort wo die Neun beheimatet ist) erfolgt die Orientierung. 


"Windrose"

10
Zehn Finger an unseren Händen. Daneben gilt die Zehn auch beim Rechnen und Zählen als zentral. Im Sinne der göttlichen Ordnung findet man zehn Gebote, die für Christen und Juden gleichermaßen gelten. Bei den Buddhisten sind fünf Gebote für Laien und fünf für Mönche bestimmt. 

Der Zehn kommt aber auch in der jüdischen Geheimlehre, der Kabbala, große Bedeutung zu. Der Sefirotbaum weist zehn Energiezentren auf, welche als Sinnbild der gesamten Schöpfung angesehen werden können.


"Sefirotbaum"

Die Zehn verkörpert des weiteren die Summe der vier Elemente und somit die Schöpfung und sie bildet die Summe der ersten vier Grundzahlen (1+2+3+4). Dies zeigt sich auch in der Punktepyramide der Pythagoräer, welches Tetraktys genannt ist.


"Tetraktys"

"Tatsächlich hat dieses Symbol genau das, was nach alter Überzeugung die Qualität des Heiligen ausmacht: Es ist mehr als die Summe seiner Bestandheile; denn die zehn Punkte, aus denen diese Figur besteht, formen gleichzeitig ein göttliches Dreieck" (ebd., 114). 


verfasst von: *lia


Quellen:
Vgl. Banzhaf, H. (2006): Symbolik und Bedeutung der Zahlen. Arkana: München, S 105-115.
Bild Eremit: http://www.inne-sein.de/Seiten/EremitGross.htm
Bild Windrose: http://nordsee-oase.de/private/Windrose.jpg
Bild Sefirotbaum: http://people.ucalgary.ca/~elsegal/J_Transp/J11_MedievalJud.html
Bild Tetraktys: http://www.stars-n-dice.com/tetraktys.html

Dienstag, 9. Oktober 2012

Fachtagung des Fachverbandes für Mal- und Gestaltungstherapie (Wien).


Das heurige Thema der Fachtagung (9.-11. November 2012) lautet 
"Soziale Skulptur - Gestaltungsprozesse in Organisation, System und Gesellschaft" 
und umfasst ein umfangreiches Programm an Vorträgen und Workshops mit ReferentInnen aus den USA, Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Dr. Ute Karin Höllrigl, Laura Jiménez Alonso, Dr. Maria Steinbauer und Henning Weyerstrass sind nur einige der ReferentInnen, die uns an diesen 3 Tagen mit Wissenswertem versorgen werden.


Das genaue Programm und die angebotenen Workshops findest du hier.
Die Anmeldung erfolgt direkt auf der Seite des Fachverbands.


Donnerstag, 2. August 2012

Fest der Farben.


In Indien wird der Frühling nach einem alten Hindubrauch mit dem Farbenfest - "Holi" begrüßt. Die Menschen feiern ausgelassen, sie singen, tanzen und bewerfen sich mit buntem Farbstaub. 
Hierzulande ist mittlerweile zwar schon der Sommer eingekehrt, wir finden diesen Brauch aber so schön, dass wir euch nachfolgendes Video nicht vorenthalten wollen.
Von Farben kann man sich schließlich jederzeit inspirieren lassen!


Übrigends wird es diesen Sommer noch ein "Holi Open Air - Festival of Colours" in Wien und Linz geben, wann genau steht aber noch nicht fest.
verfasst von: *lia





Zeitgenössische Reise durch die Traditionen: Tanzperformance Puz/zle





Für Sidi Larbi Cherkaoui, dem 36 Jahre alten belgischen Erfolgs-Choreografen von Puz/zle, existieren keine Schubladen oder festgefahrenen, einengenden Normen.



"Sutra, Sidi Larbi Cherkaoui"


In Puz/zle bewegt sich Cherkaoui zwischen Tradition und Moderne, zwischen den Quellen von Islam und Christentum, die nach ihm, wie zwei Seiten einer Münze untrennbar miteinander verbunden sind und lediglich unterschiedliche Ausprägungen desselben Gedankens darstellen.

Cherkaoui interessiert, wie die einzelnen Teile des Puzzles unserer Beziehungen miteinander in Verbindung stehen. Er geht dabei der Frage nach, warum bestimmte Kontakte wie von Zauberhand gelingen und andere aus unbekannten Gründen fehlschlagen. Gibt es einen unsichtbaren, uns alle verbindenden Faden?
"Puz/zle - 1"
"Puz/zle - 2"
"Puz/zle - 3"
Begleitet wird das Stück vom korsischen Vokalensemble A Filetta und der libanesischen Sängerin Fadia Tomb El-Hage.

In Österreich wird das Stück erstmals am 19. Jänner 2013 im Festspielhaus St. Pölten aufgeführt.



verfasst von: *lia

Quellen:
Foto "Sutra, Sidi Larbi Cherkaoui": Christophe Raynaud de Lage/Festival d’Avignon
Fotos "Puz/zle 1-3": Koen Broos
Producer: Eastman