Samstag, 15. Dezember 2012


Advent, Advent...


Das 15. Adventfenster öffnet eine Sendung zum Nachhören auf Ö1 mit Ute Karin Höllrigl:


Ute Karin Höllrigl beschäftigt sich in ihrer analytischen Arbeit vorwiegend mit Träumen und Symbolen.

Aber auch die Kunst hat sich mit Träumen und Traumbildern beschäftigt.

Marc Chagall "Jakobs Traum"
Franz Marc "Der Traum"

Freitag, 14. Dezember 2012


Advent, Advent...


Am 14. Dezember darf einfach mal gelauscht werden.



Kalia sind schon ganz im Hang Drums Fieber. Das geht aber auch durch und durch!

Donnerstag, 13. Dezember 2012


Advent, Advent...


Das 13. Adventsfenster motiviert zu einer kreativen und raffinierten Geschenkidee:

Das Prosecco-Engerl! 






Oft braucht man noch eine Kleinigkeit und weiß nicht was schenken, weil doch schon jeder alles hat. Der Prosecco-Engel ist einfach und schnell herzustellen und bietet ein originelles Weihnachtsgeschenk und Mitbringsel zum Weihnachtsessen. Auch zu Silvester darf es noch geschenkt werden, denn die Weihnachtszeit geht immerhin bis zum 6. Jänner oder gar bis zu Mariä Lichtmess, am 2. Februar...




Man nehme - je nach Vorliebe - eine Champagner, Sekt, Prosecco, Cava  oder auch alkoholfreie Flasche Sekt, pinselt diese mit etwas Klebstoff ein - am besten Klebstoff, der für Glas geeignet ist, bekleidet die Flasche anschließend mit (goldenen) Engelshaaren, drapiert diese noch ein wenig und klebt zum Schluss die Engelsflügerl an des Engels Rücken. Fertig ist das Geschenk. Übrigens auch hübsch als Weihnachtsdeko! 

Als kleine musikalische Untermalung zum Geschenke basteln! 
Boy George and Antony Hegarty: "Happy Christmas War is over!"






Mittwoch, 12. Dezember 2012

Advent, Advent...


12 / ZWÖLF.

Heute begleitet uns die "vollkommene Zahl" durch den Tag und das gleich 3x. Immerhin ist heute der 12.12.12.


Ebenso wie die 7 (3+4) ist auch die 12 (3x4) eine Idealzahl, welche sich aus der göttlichen Drei und der irdischen Vier zusammensetzt. Sie ist in den Monaten des Jahres vertreten aber auch in den zwölf Stunden von Tag, sowie von Nacht. In den 24 Tagen bis Weihnachten zeigt sie sich verdoppelt als heilige Zahl und ebenso in den zwölf Raunächten, die am 25. Dezember beginnen. 

Nicht nur im Zeitlichen, sondern auch mengenmäßig steht die Zahl 12 für das Ganze. Besonders in Märchen und Mythen wird die Zwölf als die Rundungszahl schlechthin angesehen, beispielsweise die zwölf guten Feen, die 12 Brüder oder in den Nibelungen:

"In den Nibelungen zieht Siegfried mit zwölf Gefährten nach Worms, um dort um Kriemhild zu werben, und segelt später in zwölf Tagen und zwölf Nächten nach Island zum Wettkampf mit Brünhilde. Von dieser kräftigen Walküre heißt es, dass sie einen Stein, 'den zwölf Männer mühlich trügen', zwölf Klafter weit werfen konnte" (Banzhaf 2006, 124). 

In der Geometrie kennt man das Dodekaeder (Zwölfflächner), welches wiederum aus zwölf Fünfecken besteht. Spannend hierbei ist, dass die Fünf im Fünfstern, der mit seiner Spitze nach unten zeigt, mit der sündigen Natur des Menschen korrespondiert, während der Fünfstern mit seiner Spitze nach oben dem Streben nach Höherem entspricht. Der Kombination aus Fünf und Zwölf liegt im Dodekaeder somit eine tiefe Symbolik zugrunde. Der Mensch (5) wird mit dem göttlichen Raum (12) verbunden.


Salvador Dalis letztes Abendmahl

Die Zwölf zeigt sich aber auch in den zwölf Tierkreiszeichen, den zwölf Aposteln, den zwölf Stämmen Israels oder den zwölf Olympiern.



Tierkreiszeichen nach Zodiak

Da sich mit der Zwölf symbolisch der Kreis schließt, steht die Zahl auch für das erreichte Ziel. Solange dieses Ziel jedoch noch nicht erreicht ist, besagt das Zyklusende, dass ein neuer Zyklus mit Eins beginnen muss, andernfalls schlägt es 13. Für diesen Übergang ist ein Opfer notwendig. Dafür steht auch die Zwölf im Tarot, die Zahl des Gehängten. Im Tarot steht die Zahl für einen Stillstand in einem Bewegungsablauf, in dem ein Opfer gebracht werden muss, um einen neuen Zyklus beginnen zu können. Solange die 1 und die 2 sich nicht zur 3 vereinigen, kann nichts Neues entstehen und man pendelt endlos zwischen den beiden Polaritäten hin und her, was als quälendes Dilemma erlebt werden kann, weil nicht nach einer Lösung in Form von etwas Drittem gesucht wird. Dieses Dritte lässt sich nur durch das Hindurchgehen eines Konflikts finden und lässt uns dann in die Tiefe wachsen und auf unserem Individuationsweg fortschreiten.

Quellen:
Banzhaf, Hajo (2006): Symbolik und Bedeutung der Zahlen. Arkana: München, 123-131.
Bild Dali: http://www.easyart.de/poster/Salvador-Dali/Das-letzte-Abendmahl-160498.html
Bild Tierkreiszeichen: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:ZodiacCC_-_Degrees_Dates_Names_Move_DE.svg&filetimestamp=20101002140425

Dienstag, 11. Dezember 2012

Advent, Advent...


Kalia stellt sich zum 11. Dezember die Frage: Wie feiert eigentlich Japan Weihnachten oder "Kurisumasu", wie es auf Japanisch heißt? 


Feiert Japan überhaupt Weihnachten? Das fragten wir uns und gingen der Sache nach. In Japan ist nämlich im Gegensatz zu unserer westlichen Welt, nicht das Christentum die vorherrschende Religion, sondern dort sind es gar zwei Relgionen, der Shintoismus und der Buddhismus. Das Christentum macht in Japan gar nur ein Prozent der Bevölkerung aus. Wir fanden also schnell eine Antwort auf unsere oben gestellte Frage: aus religiösen Gründen feiert Japan sicherlich kein Weihnachten. Aber, wie in vielen anderen nicht christlichen Ländern auch, hat Santa Claus sowie der kommerzielle Geschenkewahn das Land Japan längst erobert. 

Hier ein bildlicher Eindruck japanischer Weihnachtskultur



Japanische Weihnachtstorte
Japanisches Einkaufszentrum

Besonders beeindruckend ist natürlich die Weihnachtstorte. Etwas für uns Europäer eher untypisches. Wir knabbern da lieber an den Weihnachtskeksen. Aber der genüsslichen Kreativität sollen keine Grenzen gesetzt werden. Die Torte stellt im übrigen eine Geburtstagstorte für das Christkind dar. 

So nun aber zurück nach Japan. In Japan ist das Weihnachtsfest eher ein Fest für junge Paare. Diese gehen am Weihnachtsabend in ein schickes Restaurant zum Essen. Die bekanntesten und besten Restaurants sind Wochen vor dem 24. Dezember restlos ausgebucht. Aber nicht nur diese, auch Fast Food Restaurants sind ausgebucht. Denn die Lieblingsgerichte an diesem Abend sind Pizza oder Hähnchennuggets mit Pommes Frites.  Viel andere feiern auch einfach Partys am Weihnachtsabend. Somit hat das japanische Weihnachtsfest weniger mit Besinnlichkeit zu tun. Bis auf junge Familien, die mit ihren Kindern am Weihnachtsabend oder Christtag ein kleines Fest mit Geschenken und Kuchen feiern. 

Allerdings haben die japanischen Schüler und Schülerinnen ebenso Ferien zu dieser Zeit und erhalten Geschenke wie die Kinder hier zu Lande. Es handelt sich jedoch um das "Jahresendgschenk" oder auf Japanisch "o-seibo". Dieses erhalten nicht nur Kinder, auch Verwandte, Freunde und Familie beschenken sich gegenseitig, um sich für etwas zu bedanken. Zum Jahreswechsel sind auch viele Firmen und Geschäfte geschlossen. Der Jahreswechsel ist traditionell das wichtigste Fest Japans. Dieses Fest heißt "ômisoka" und wird ähnlich, also besinnlich, wie unser Heilig Abend gefeiert. Wir in Europa lassen es an diesem Tag eher "krachen"! Jedenfalls gibt es den Brauch, "toshi-koshi soba", spezielle Jahreswechsel-Nudeln aus Buchweizen für ein langes Leben zu essen. 
 

"toshi-koshi soba"

 
Vor Mitternacht pilgern die Menschen zu den Tempeln. Ähnlich zur Wiener Pummerin, lauscht man in buddhistischen Tempeln den Silvesterglocken "joya-no-kane", die das alte Jahr ausläuten. Es sind exakt 108 Glockenschläge, die symbolisch für die 108 Leidenschaften, die die Menschen zur Erleuchtung überwinden müssen, stehen. Das Gebet gilt einem gesunden und erfolgreichen Jahr. 


"joya-no-kane"

Am Neujahrsmorgen gibt es "o-zôni", eine Suppe aus klebrigen Reisklößen. Später gibt es das Familien-Festessen "o-sechi ryôri", welches aus verschiedenen traditionellen Gerichten besteht und in einer lackierten schwarzen Box serviert wird. 
 
"o-sechi ryôri"

Tradition haben auch die Neujahrsgruß - und Glückwunschkarten, die am 1. Jänner ausgetragen werden. Postkarten mit dem Vermerk "nengajô" werden vom Postamt zurückgehalten, damit die Neujahrswünsche den Empfänger nicht zu früh erreichen.  
Der Neujahrstag "ganjitsu" jedenfalls ist ein offizieller Feiertag in Japan. Auch in Japan erhalten Kinder Geldgeschenke von Eltern und Verwandten. 




Und so klingt Frohe Weihnachten! auf Japanisch: Shinnen omedeto!

Quellen: 
http://onlinejournalismus.wordpress.com/2010/01/03/international-christmas-conspiracy/
http://www.filsetpierres.com/2009_12_01_archive.html
http://easytravel2tokyo.com/traditional.html
http://hillslearning.wordpress.com
http://www.elfferding.de/Neujahr.html

http://www.de.emb-japan.go.jp/feature/weihnachten.html